Nachdem wir letzen Monat schon neue Fotos von unseren Projekten hier auf unserer Webseite veröffentlicht haben, gibt es nun auch einen Bericht mit Updates von allen Projekten. Besonders freut uns, dass seit August nun auch zwei Freiwilligen mit ihrer Arbeit in Hohoe und Santrokofi angefangen haben.

Projektbericht der Ghanareise 2016

Anfang August reisten wir, Lena Friedrich (2. Vorsitzende) und Lennart Feist (Aktives Mitglied), nach Ghana, um unsere Partner vor Ort zu besuchen und unsere ersten Weltwärts Freiwilligen in ihre neue Umgebung einzuführen.

Wir selbst waren sehr gespannt wie die Projekte laufen und was sich vor Ort alles getan hat. Als wir in Accra aus dem Flugzeug stiegen, waren wir zwar völlig k.o., doch auf eine besondere Weise gerührt von dem Land, das uns so sehr am Herzen liegt.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt machten wir uns auf den Weg in die besonders grüne Volta Region. Wir wurden mit offenen Armen und leckerem Essen von alten Freunden empfangen.

Unser erstes Projekt, das wir besichtigten, war Kids ́ Corner. Dies ist unser neuestes Projekt, das wir seit Anfang dieses Jahres unterstützen. Unsere Projektleiterin Comfort Opoku führt die Einrichtung sehr verantwortungsbewusst. Die Kinder genießen es „Kind sein zu dürfen“. Das Team macht eine gute Arbeit. Der Traum ist, ein neues Klettergerüst für die Kinder und neue Computer für die Jugendlichen anzuschaffen.

In der 5 km entfernten Stadt Hohoe liegt die Momo Montessori Academy, welche als Privatschule einen guten Ruf trägt. Die Schule finanziert sich durch das Schulgeld, doch wünscht man sich Unterstützung bei dem Bau eines mehrstöckigen Schulgebäudes, da der Unterricht in den Baracken nicht gegen Wind, Wetter und Lärm geschützt ist.

Unsere Reise führte uns weiter nach Abotia. Dort konnten wir die Gisela Memorial Clinic mit dem Kauf von medizinischem Zubehör sowie einem Kopierer unterstützen. Das macht die Arbeit für Juliana Foli und ihr Team bei den täglichen Herausforderungen etwas leichter. Es ist beeindruckend wie Juliana Foli rund um die Uhr für ihre Patienten behandelt und begleitet.

Wir verließen Abotia und reisten weiter in den Norden, wo wir das Worawora Hospital besichtigen konnten. Die Mitarbeiter haben sich viel Zeit für uns genommen und uns das gesamte Areal gezeigt. Das Krankenhaus ist gut ausgestattet. Aktuell arbeiten dort zwei Ärzte. Seit das Worawora Hospital ein staatlich Krankenhaus ist, werden die laufenden Kosten vom Staat bezahlt. Bemerkenswert fanden wir, dass es hier einen funktionierenden Rettungswagen gibt, was für Städte dieser Größe nicht selbstverständlich ist.

Mitte August machten wir uns wieder auf, um unsere zwei neuen Freiwilligen am Flughafen abzuholen. Diese werden das kommende Jahr in Hohoe leben, um an der Momo Montessori Schule zu unterrichten. Darüber hinaus arbeiten sie zweimal die Woche nachmittags im Kids ́ Corner. Wir konnten die beiden in der Orientierungsphase unterstützen und mit der Umgebung vertraut machen. Wir hoffen, dass sie ein unvergessliches Jahr erleben dürfen. Dieser Freiwilligendienst soll den Austausch der Kulturen und die Völkerverständigung fördern.

Hiermit versuchen wir euch ein Einblick unserer Reise zu geben. Dies beschreibt lediglich einen kleinen Ausschnitt unserer persönlichen Erfahrungen der Projekte und sollte deshalb nicht auf andere Städte oder Länder übertragen werden.

Bei unseren Besuchen in den Projekten legten wir besonderen Wert darauf, uns Zeit zu lassen. Nur so war es uns möglich, die aktuelle Situation vor Ort zu erfassen und mit den Menschen gemeinsam die Herausforderungen anzugehen. Dadurch durften wir unsere Partnerschaft als eine lebendige Freundschaft erleben.

Herbst 2016, Lennart Feist

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