Seit August 2016 sind zwei Freiwillige in Ghana und unterstützen unsere zwei Projekte, die MOMO-Montessori Academy und Kids‘ Corner. Ein herzliches Dankeschön and Marlene und Lea für diesen ersten Bericht.

Nun sind wir bereits seit zwei Monaten als Freiwillige in Ghana. Über welche Eindrücke können wir berichten?

In den ersten Wochen war noch alles sehr neu für uns. Doch dank Lena und Lennart lernten wir schnell den Alltag hier kennen und viele Dinge fielen uns bereits zu Beginn leichter. Da die Schule für uns erst drei Wochen nach unserer Ankunft begann, konnten wir uns in unserer Kleinstadt Hohoe bereits ein wenig orientieren und einleben. Außerdem haben wir uns schon die nähere Umgebung wie z.B. den Wli Waterfall oder auch das Monkey Sanctuary angeschaut. Wir fühlen uns in der Volta-Region sehr wohl und sind froh, dass wir hier sind. Jedoch sind wir nicht alleine für Freizeitaktivitäten hergekommen.

Wie ihr wahrscheinlich alle wisst, sind wir in zwei Projekten tätig: Einmal die Momo Montessori Academy sowie das Kids Corner im Nachbardorf Santrokofi. Unsere Arbeit im Kids Corner begann im Gegensatz zur Arbeit in der Schule bereits sofort nach unserer Ankunft. Wir fühlten uns dort gleich zu Beginn sehr wohl, da die Kinder immer sehr motiviert sind und sich freuen, uns zu sehen. Jeder Tag im Kids Corner ist anders. Mal singen wir, mal tanzen wir. Mal lesen wir, mal schreiben wir. Mal rechnen wir, mal malen wir mit den Kindern. Wir haben die Möglichkeit, kreativ mit den Kindern zu arbeiten und sind sehr frei in unserer Gestaltung. So haben wir für die Kinder die Regeln im Kids Corner in Form von bunten Blumen gebastelt. Für die kommenden Monate haben wir noch viele Pläne und beginnen Schritt für Schritt mit der Umsetzung dieser. So planen wir unter anderem, dem Kids Corner einen neuen Anstrich zu verpassen und dessen neu gestrichene Wände mit den Fotos der Kinder zu dekorieren.

Auch für die Momo Montessori Academy haben wir viele Pläne, von denen wir bereits ein großes Projekt umsetzen. Momentan sind wir dabei, die Klassenräume von außen mit dem Alphabet zu bemalen. Für die kommende Zeit planen wir des Weiteren, verschiedene Workshops für die Schüler anzubieten, die unterschiedlichste Themen beinhalten können. Außerdem dürfen wir Mama Conni und Divine dabei unterstützen, das Projekt „neues Gebäude für neue Klassenräume“ umzusetzen. Unser Start in der Schule lief leider anders als gedacht. Zuerst wurden wir allen Kindern vorgestellt und sie haben ein Willkommenslied für uns gesungen. Das war eine wirklich schöne Begrüßung. Anschließend wurden wir in unsere Klassen eingeteilt. Lea in Kindergarten 2 (KG2) und Marlene in Kindergarten 1 (KG1). Ab diesem Moment lief unser erster Schultag anders als gewünscht. Die Kinder in unseren Klassen sind um die 4 bis 5 Jahre alt und fangen erst jetzt an, richtig Englisch zu lernen.

Aus diesem Grund fiel es uns auch sehr schwer, mit den Kindern richtig zu kommunizieren, weil wir uns gegenseitig nicht verstanden haben. Aber das war nicht der einzige Grund, warum wir ein wenig enttäuscht waren. Die Lehrerinnen in unseren Klassen drohten den Kindern des Öfteren, dass sie diese schlagen würden, wenn sie nicht leise seien oder nicht das machen, was die Lehrerinnen von ihnen erwarten.

Auf Drohung folgte Handlung. Es war schrecklich zu sehen, wie die Kinder geschlagen wurden und anschließend in Tränen ausbrachen. Manchmal wurden sie daraufhin erneut geschlagen, da sie doch ruhig sein sollen. Wir vermuten, dass viele Lehrer in Ghana es nicht anders kennen und denken, dass die Kinder so am besten lernen würden. Hinterher erklärte uns Divine, dass es völlig normal sei, dass die Kinder in der Schule geschlagen werden. Divine und Mama Conni unterstützen diesen Umgang mit den Kindern allerdings nicht. Sie möchten, dass die Kinder Spaß am Lernen haben. Aus diesem Grund ist Mama Conni in der Hinsicht sehr streng mit den Lehrern und führt des Öfteren Kontrollen in den Klassen durch. Nach Rücksprache mit Divine dürfen wir beide nun in den Klassen 1A sowie 1B unterrichten. Momentan sind wir allerdings noch dabei, die letzten Striche an die Wand zu setzen. Sobald dies beendet ist, können wir unsere Ideen endlich in den Klassen umsetzen.

Wir freuen uns sehr auf die kommende Zeit und bringen euch weiterhin gerne auf den neuesten Stand der Dinge!

Mit lieben Grüße aus Ghana,

Marlene und Lea

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